Ein Schreiben von Rene Schmidt (Vorstandsmitglied im
BDS Thüringen), über einen Beitrag in der RTL-Sendung
"Punkt 12" am 03.01.2012 zum Waffenrecht:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich bin Vorstandsmitglied im BDS Thüringen und kann daher genau beurteilen, was und wie in deutschen Schützenvereinen geschossen werden darf. Am 03.01.2012 zeigten Sie in der RTL-Sendung "Punkt 12" einen Bericht zum Waffenrecht in der BRD, welcher ein völlig falsches Bild vom Sportschießen und Waffenbesitz vermittelt.

 
1. Das von Ihnen gezeigte Video der Firma GSG stellt in keinster Weise die Zustände und Möglichkeiten in Schützenvereinen dar. Das Video ist speziell für den US-amerikanischen Markt. Durch geschickte Schneidetechnik vermitteln Sie hier den Normalbürgern, daß dies Alltag auf deutschen Schießstätten ist. Die gezeigten Waffen vom Typ MP5 dürfen in der BRD weder Jäger noch Sportschützen erwerben. Diese werden hier nur von der Polizei, Militär, Terroristen und Polizistenmördern (wie der Waffenfundus der Augsburger Täter beweist) benutzt.

 
2. Sie ziehen eine erschreckende Bilanz, daß es 10 Millionen legale Waffen gibt, hinterfragen aber nicht die Anzahl der illegalen (die um das dreifache höher ist). Hier lenken Sie die Meinung der Bürger dahin, daß der Eindruck entsteht, es gibt nur diese und diese Waffen sind das Gefahrenpotenzial.

 
3. Durch Kameraeinstellungen und unseriöse Befragungen stellen Sie Sportschützen als Cop Killer dar. Sie haben nicht im geringsten erwähnt, daß die letzten tödlichen Schüsse aus illegalen Waffen abgegeben wurden (Heilbronn und Augsburg). Die Täter hatten ein erstaunliches Waffenarsenal, welches die Möglichkeiten eines Sportschützen bei weitem übersteigt. Diese Täter hatten auch vollautomatische Waffen in Ihrem Besitz.

 
4. Sie zeigten eine Karte, in denen die Opfer von Sportschützen verzeichnet waren. Hier bedienten Sie sich völlig naiv der Propaganda von Roman Grafe. Sie dachten nicht einmal daran, die Richtigkeit der Angaben zu überprüfen. Beispiel Genthin: der Täter war KEIN Sportschütze, er hatte weder eigene Waffen noch eine WBK in seinem Besitz, er hatte eine Ausbildung zum Jungjäger abgebrochen. Der Schießstand gehört der Jagdgenossenschaft. Hier unterstützen Sie bewußt die Verbreitung von Lügen gegen Schützenvereine.

 
5. Sie stellen Sportschützen eine Persönlichkeitsstörung aus, weil diese um ihren Besitz kämpfen!? Ich glaube, daß Sie nicht im geringsten beurteilen können, welches Geistes Kind Sportschützen sind. Hätten Sie ihre Arbeit besser erledigt, wäre Ihnen aufgefallen, daß Sportschützen aus allen Schichten unserer Gesellschaft kommen. Vom Chefarzt bis zum einfachen Mechaniker teilen 2 Millionen Sportschützen die Freude an diesem Sport. Diese haben Sie mit Ihrem Beitrag unter Generalverdacht gestellt. Ich hoffe, daß Ihr Zahnarzt kein Sportschütze ist und den Beitrag gesehen hat, er würde sich bestimmt freuen, was für ein Zeugnis Sie ihm über seinen Geisteszustand ausstellen.

 
Ich fordere Sie hiermit auf, sich schriftlich bei den 2 Millionen Sportschützen zu entschuldigen, die Sie auf solch eine unsachliche Weise beleidigt und unter Generalverdacht gestellt haben.

 
Mit freundlichen Grüßen

R. Schmidt