Der Innenausschuss des Bundestages berät
am 28.03.2012 über den Entwurf
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Grüne Bundestagsfraktion will Verbot von halbautomatischer kriegswaffenähnlicher Gewehre
für Sportschützen und Jäger
Die Bundestagsfraktion von B‘90/Die Grünen will sogenannte halbautomatische kriegswaffenähnliche Schusswaffen für Sportschützen und Jäger verbieten. So ein entsprechender Gesetzentwurf:
Hintergrund ist demnach unter anderem der Massenmord auf der Insel Utoya in Norwegen im Sommer 2011, bei dem der Attentäter Anders Breivik eine solche Waffe benutzt hat. In dem Entwurf, der noch in diesem Herbst in den Bundestag eingebracht werden soll, heißt es, bei den Waffen gehe es in erster Linie um eine schnelle Schussfolge. Sie seien weder für den Einsatz bei seriösen Sportschützen noch bei seriösen Jäger erforderlich.
Hier der Gesetzentwurf der GRÜNEN:Deutscher Bundestag
Drucksache 17/7732
17. Wahlperiode 09.11.2011
Gesetzentwurf
Entwurf eines … Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes – Schutz vor Gefahren für Leib und Leben durch kriegswaffenähnliche halbautomatische Schusswaffen
A. Problem
Der menschenverachtende Massenmord auf der Insel Utøya im Sommer 2011 hat auf brutale Weise vor Augen geführt, welches Unheil mit halbautomatischen Schusswaffen, die vollautomatischen Kriegswaffen nachgebaut sind, im Falle eines Missbrauchs angerichtet werden kann. Derartige Waffen dienen in erster Linie dem Zweck, möglichst schnell möglichst viele Schüsse abfeuern zu können und dabei das Gefühl zuvermitteln, mit einer Kriegswaffe zu schießen. Weder für den Schießsport noch für die Jagd ist diese Art von Schusswaffen erforderlich. Sie bringen keinen sportlichen bzw. jagdbezogenen Mehrwert. Problematisch ist zudem, dass sie mit größeren Magazinen kompatibel sind, deren Verwendung im Schießsport sowie bei der Jagd zwar nicht gestattet ist, die aber ohne
Altersbeschränkung freiverkäuflich sind.
Der Anschein einer schussbereiten Feuerwaffe spielt zudem im Zusammenhang mit täuschend echt wirkenden, aber objektiv nicht oder nur mittels Federdruck, Gas oder Druckluft schussfähigen Nachbildungen eine Rolle. Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu Polizeieinsätzen gekommen, bei denen die Einsatzkräfte auf zumeist Jugendliche treffen, die im öffentlichen Raum mit solchen Imitaten „spielen“, und nicht sicher einschätzen können, ob es sich um gefährliche Schusswaffen handelt oder nicht. Die mit dieser Unsicherheit einhergehende potentielle Gefahr für Leib und Leben der Jugendlichen selbst und ggf. auch umstehender Personen ist nicht zu unterschätzen, die nervliche Belastung der Polizeibeamten/innen nicht nötig.
C. Alternativen
Keine.
D. Kosten
Der Gesetzentwurf hat auf die öffentlichen Haushalte keine näher bezifferbaren Auswirkungen.
Der komplette Verbotsantrag der GRÜNEN ist hier als PDF zu finden
Dazu gibt es hier eine entsprechenden Stellungnahme der Firma Oberland Arms OHG
Lesen Sie auch unbedingt dazu den Beitrag von Michael Kuhn:
"Jagdsaison auf Sportschützen eröffnet"